Der König wird auf dem Gildefest am zweiten Schießtag ermittelt. Neuer König ist, „wer zuletzt die Stange rein macht von dem, was sich daran noch vom Vogel befindet.“
Zum Königsschuss werden nur die Gildebrüder zugelassen, die am Ausmarsch teilgenommen haben. Davon befreit sind jedoch alle Gildebrüder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, schon 50 Jahre Gildemitglied oder bereits Ältermann gewesen sind. Jeder Gildebruder kann sich beim Schießen von einem Schützen vertreten lassen.
Zu Beginn aller Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen und anderen Veranstaltungen der Gilde wird auf den König ein dreifaches „Hoch“ mit anschließendem Gesang („Hoch soll er leben …“) ausgebracht.
Insignien des Königs sind die Königskette mit Plaketten, die Königsschärpe (1956 neu gestiftet von Peter Freygang) und der Königsorden. Der Königsorden war seit 1961 eine Stiftung von Franz Prokoph. 1964 beschloss der Vorstand, für die Könige bis 1960 Orden auf Kosten der Gilde zu beschaffen. Nach Franz Prokophs Tod setzt sein Sohn Karsten Prokoph ab 2000 diese Stiftung fort.
Seit 1892 erhält der Gildekönig den sogenannten „Königsbock“. Die Stiftung übernahm Friedrich-Karl von Abercron 1949 von seinem Vater Ernst von Abercron und nach ihm sein Sohn Christian Friedrich von Abercron auf Testorf. Nach dessen Tod 2015 ist die Stiftung ausgelaufen. Seit 2022 wird der Rehbock von dem damaligen Gildekönig Henning Höper und dem Gildebruder Tim Barez gestiftet.
Mit dem Königsschuss auf dem folgenden Gildefest endet das Königsjahr der alten „Majestät“. Der alte König wird wieder „einfacher“ Gildebruder.
Der erste König ist aus dem Jahr 1576 bekannt. Zwischen 1698 und 1834 sind die Aufzeichnungen in den Rechnungs- und Protokollbüchern unvollständig.
