
„Ümmer kloor“
70 Jahre – und kein bißchen alt
1956 wurde die Zeltgemeinschaft durch die Familie Sengelmann und befreundete Familien nach Genehmigung durch den Gildevorstand gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Heinz und Walter Sengelmann, Gerhard Ihlig, Hans Langbehn, Willi und Lotti Wolf und Elfriede (Muschi) Albert. Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Zuwachs aus dem Freundeskreis, sodass heute die Familien Sengelmann bzw. Baaß und Hagge nur noch einen Teil in einer großen Zeltgemeinschaft ausmachen. Heute besteht die Zeltgemeinschaft aus: Jan und Manuela Baaß, Pauline Baaß und Kevin Speer, Maximillian Baaß, Jens Corleis, Marco und Anna-Lena Dietz, Dennis und Babette Hagge, Heino und Sabine Hagge, Florian Hagge und Lena Rateyczak, Heiko und Britta Köster, Oliver und Ines Liebe, Nina Grimmenstein, Christian Lühr und Nina Hamm, Mathis Lühr, Greta Lühr, Sven Maßmann und Ivonne Conradt, Felix Maßmann, Finn Maßmann, Sven und Birte Meß, Lukas Sengelmann. Damit hat das Zelt 17 Schützen zu bieten. Der Altersdurchschnitt der Zeltmitglieder liegt bei rund 40 Jahren. Insgesamt mit Kindern und Anhang sind 45 Personen im Zelt beheimatet. Das Zelt wurde ursprünglich von Gerd Illig und Willi Wolf bei Hansen Bau am Hopfenmarkt gebaut. Im Laufe der Jahre wurde es immer wieder erweitert zuletzt 2025, damit alle Zeltmitglieder auch bei nicht so schönem Wetter einen Platz, wenn auf Grund der Anzahl auch nur einen Stehplatz, finden. Wenn es um Reparaturarbeiten am Zelt geht, finden sich in der Gemeinschaft genügend fleißige und begabte Hände, so dass die Arbeit schnell erledigt wird und zum geselligen Teil übergegangen werden kann. Zeltväter waren bisher in der 70-jährigen Geschichte: Heinz Sengelmann, Manfred Schnabel und seit 1996 bis heute Jan Baaß. Da zur Gründung die finanziellen Mittel noch knapp waren, hat man sich kurzerhand von Hein Meß aus Laboe einen Vorderlader geliehen. Dieser war so schwer, dass ihn 2 Gildebrüder tragen mussten. Später kaufte Hans Langbehn das Gewehr für die Zeltgemeinschaft. Während früher auf Grund der leeren Kassen nicht nur Blei für die Kugeln gesammelt und diese dann auch gegossen worden und jeder der Gildebrüder sogar die Getränke selber mitgebracht hat, kommt jetzt jeder auf seine Kosten im Wohle der Gemeinschaft. Der Kühlschrank und der Zapfhahn bringen jedes Zeltmitglied und eine Vielzahl an Gästen durch den Durst. Um das lange Warten auf die Gildezeit zu überbrücken, werden noch viele gemeinsame Aktivitäten unternommen. So trifft man sich auf Geburtstagen und Hochzeiten. Weiterhin hat sich das jährliche Grünkohlessen nach einem gemeinsamen Spaziergang um den Heiligenhafener Binnensee als fester Termin im Januar etabliert. Auch wurde die Schützengilde Bothel zum Schützenfest mit einer Marschabordnung besucht oder die große Bürgergilde aus Wilster. Seit vielen Jahren kommt auch ein Teil der Richtmannschaft aus der Zeltgemeinschaft. So ist Jan Baaß seit 2008 Richtmeister. In seiner Schafferzeit wurde er durch Florian Hagge vertreten. Weiter in der Richtmannschaft sind Christian Lühr und Sven Meß vertreten. Die Zeltgemeinschaft hat im Laufe der Zeit viele Ämter in der Gilde besetzt. So waren in der jüngeren Vergangenheit Jan Baaß, Jens Corleis, Sven Maßmann und Christian Lühr als Leutnants im Offizierkorps aktiv. Heino Hagge und Jan Baaß haben die Schaffer-Laufbahn erfolgreich bestritten. Außerdem war Heino Hagge auch Stadtfahnenträger und hat 3 Jahre als Kapitän der Gilde gedient. Besonders stolz ist die Gemeinschaft auf die Majestäten. So konnte das Zelt seit der Jahrtausendwende dreimal die Königswürde der St.Johannis Toten- und Schützengilde von 1192 erlangen: 2001 und 2014 Frank Baaß und 2025 Sven Meß. So ist man im Jubiläumsjahr auch Königszelt.

