Erste Vorbereitungen für den Bau des Gildevogels anlässlich des 823. Gildefestes (21. – 23.06.2015)

Am 2. März 2015 wurde mit Unterstützung der Kommunalen Dienste Oldenburg das erforderliche Holz für den nächsten Gildevogel der St. Johannes Toten- und Schützengilde von 1192 beim Vogelbauer Stefan Schödel angeliefert.

Vogelholz

Anlieferung des Holzes zum Vogelbau durch KDO – Mitarbeiter Dirk Sahmkow und dem zuständigen „Scheetöllst“ Hans-Adolf Jensen beim Vogelbauer Stefan Schödel

Der Gildevogel darf nur aus Weichholz (Pappel) bestehen. Der Durchmesser des Rumpfes beträgt im Rohbau 65 cm, die Länge des Rumpfes ca. 1 m. Für den Bau der beiden Hälse werden Holzstücke von ca. 1,20 m Länge mit einem Durchmesser von 25 cm benötigt. Für den Bau des Vogels werden etwa 50 – 60 Arbeitsstunden benötigt.
In den ersten Jahren des Vogelschießens war der amtierende Schützenkönig für die Anfertigung und das Richten des Vogels verantwortlich. Erst später wurden die Vogelbauer mit der Herstellung des Vogels betraut.
Der doppelköpfige sächsische Gildevogel (seit 1856) ist rund 3 Zentner schwer und wird zum Gilde-fest mit 34 Gewinnen bestückt.
Der erste Vogelbauer war der Drechsler Joachim Hahn (1737). In den Jahren 1959 bis 2007 baute der Tischlermeister und Gildebruder Theo Prieß insgesamt 50 Gildevögel. Einer davon steht heute noch im Gildemuseum. Mit dem Eintritt in den Ruhestand übernahm sein Nachfolger und Gildebruder Stefan Schödel ab 2008 den Vogelbau.

Kleiner Rückblick:
1408        ab diesem Jahr wurde auf einen eisernen Vogel geschossen.
1850        Beschluss, dass auf einen hölzernen Vogel mit eisernen Beschlägen und einer       Blechplatte geschossen werden soll.
1856       seit diesem Jahr erfolgt das Schießen auf den doppelköpfigen sächsischen Gildevogel